Selbstreguliert lernen
Hier spannen wir einen Gelingensrahmen zum selbstregulierten Lernen und Arbeiten, der führende Experten der Thematik integriert. Du kannst die Gedankenkarte im Text oder im Video abrufen.

Wenn sich Lernende selbst organisieren und regulieren, ist besondere Qualität in der Aneignung möglich - das ist heute unumstritten. Es handelt sich allerdings um die Königsdisziplin des Lehrens, wenn man diese Räume der Selbständigkeit so öffnet, dass Lernen besonders effektiv gelingt.
So ist die Potenzialentfaltung über Selbstregulierung an die Entwicklung der 'Exekutiven Funktionen' im 'Präfrontalen Kortex' gebunden. Diese Funktionen sind erst mit Mitte Zwanzig voll ausgereift, können gefördert, aber nicht zu früh erzwungen werden. Das setzt einem selbstregulierten Lernen Grenzen.
Besonders das Gehirn von Kindern und Jugendlichen braucht und sucht Leitplanken, Instruktion und Regeln neben Möglichkeiten der Selbstregulation und Selbstwirksamkeit. Es ist eine Frage wissenschaftlich und empirisch gestützter Balance zwischen Selbstständigkeit und Anleitung - überbetont freies Lernen kann kaum gelingen.
Denken wechseln
Denken öffnen
Vorbereitung für das Lernen in Ruhe
Anwenden in Mathematik
Switch Thinking - den Gehirnmodus gezielt wechseln
Der Wechsel zwischen fokussiertem Blick auf einen vorstrukturierten Gedanken etwa bei der Anwendung eines bekannten Rechenweges und dem frei assoziierenden Denken, das entfernte Gedanken zu einem komplexen Verständnis oder einer neuen, kreativen Idee zusammenfügt, ist ein Schlüssel zu kognitiver Leistung. Mit Barbara Oakley, Wolfgang Schöllhorn und anderen wollen wir dieses 'Switching Thinking' verstehen und sehen, wie es zu fördern ist.
Alltagstipps zum Lernen
inspiriert von Barbara Oakley
Brain-Derived Neutrophic Factor (BDNF) ist der 'Dünger', der die Nervenfasern, die Axone, anschlussfähig untereinander macht. Damit gelingt Lernen entscheidend besser, weil Gedankennetzwerke wachsen können. Der Spiegel an BDNF kann durch eine bewusste Lebensweise entscheidend mit-beeinflusst werden. Es betrifft alles, was man sowieso schon für 'gesund' hielt - nun also auch für's Gescheiter-Werden!



Selbstreguliert lernen, Lernen planen, erfährt hier einige bewährte Gelingensvorschläge. Sie sind neurowissenschaftlich und vor allem empirisch belegt. Da jeder Mensch mit seinem Gehirn anders ist, ergeben sich so aber keine dogmatisch eindeutigen Aussagen: Es gilt, vielfältige Erfahrungen zu machen - ausprobieren und auswerten ist die Königsdisziplin!
Um Prüfungen gut bestehen zu können, gelten natürlich die Ratschläge für effizientes Lernen. Darüber hinaus heitßt es aber auch noch, der Nervosität zu begegnen und Kontrolle über Vorbereitung und Test zu gewinnen.
Buchtipps zu Barbara Oakleys wissenschaftlich fundierten Lernanleitungen, die sie etwa mit dem Neurowissenschaftler Terrence Sejnowski schreibt (meist nur auf Englisch erhältlich, aber ungemein anschaulich und unterhaltsam)
2014: A Mind for Numbers/(Kein) Gespür für Zahlen
2018: Learning how to Learn - richtet sich an Schüler und Studierende
2020: Learn like a Pro - richtet sich an Schüler und Studierende
2021: UnCommon Sense Teaching - richtet sich an Lehrkräfte
Erläuterungen



